, Paul Meier

13. Junioren-Fussballcamp vom FC Russikon

Eigentlich hätte das 13. Fussballcamp vom FC Russikon...

Eigentlich hätte das 13. Fussballcamp vom FC Russikon vom 14.-17.April 2020 durchgeführt werden sollen. So wie vieles in beinahe allen Lebenslagen wurde im letzten Jahr auch unser Fussballcamp ein Opfer vom doofen und unnötigen Virus.

Das vorbereitende Trainer-Team war voll motiviert in den Startlöchern:  
Luca Alini                      1. Mannschaft, E-Juniorentrainer
Arsene Signorell          2. Mannschaft
Cedric Ernst                  2. Mannschaft
Manuel Meier               2. Mannschaft
Ryan Ruff                      2. Mannschaft
Valentin Rist                 2. Mannschaft
Severin Röthlin             B-Junior
Levin Ernst                    B-Junior
Matteo Meier                B-Junior
Silio Stemmler              B-Junior
Paul Meier                    Campleiter und B-Juniorentrainer  

Diesen Jungs, im Nachhinein ein herzliches Dankeschön für die Bereitschaft das Juniorenfussballcamp durchführen zu wollen. Wir freuten uns alle darauf. Es war damals schon klar, dass das Trainerteam für 2021, wenn dann wieder hoffentlich ein Camp gestartet werden könnte, sich verändern würde. Denn die Schweizerische Eidgenossenschaft zieht jedes Jahr die 20-Jährigen in die Rekrutenschule ein.  

Auch im 2021 begleitet uns das Corona-Virus. Das Camp musste Corona-Konform vorbereitet werden. Darum jeweils nur der Morgen, ohne Mittagessen mit den darauffolgenden polysportiven Aktivitäten, wie «Töggelichaschteturnier», SRF3-Quiz, OL im nahegelegenen Wald und den Nachmittagstrainingseinheiten. Die Vorbereitungen für das Fussballcamp sind vielschichtig. Es reicht nicht, einfach einige Bälle aufgepumpt bereitzuhalten und zu hoffen, dass dann und wann einige Kids auf dem Fussballplatz erscheinen. Es braucht eine Anmeldung. Diese wird verschickt, ausgefüllt, retourniert und zentral erfasst. Damit haben wir die kompletten Daten von den teilnehmenden Kids vor Ort, für den Fall der Fälle. Zusätzlich benötigen wir Verpflegung. Für diese die Organisation und die Betreuung. «Priisli» für die besonderen Leistungen. Für das schlechte Wetter möglichst viele Hallen (wir können nicht mit allen 50 Kindern und den Betreuern in eine einzige der bestehenden Hallen). Dann sollen alle mit dem gleichen Shirt ausgerüstet werden, etc. Also, insgesamt viele Heinzelmännchen, die im Hintergrund organisieren, damit ein solcher vermeintlich einfacher Anlass erfolgreich durchgeführt werden kann. Aktuell zusätzlich Corona-Konform.  

Mit einjähriger Verspätung, vom 26.-30. April 2021 fand nun das 13. Junioren-Fussballcamp vom FC Russikon auf dem Fussballplatz in der Tüfiwis statt.

Das diesjährigen Trainerteam:  
Natalie Munz                 G-Juniorentrainerin
Severin Röthlin              1. Mannschaft
Manuel Meier                2. Mannschaft
Marin Bouvard              B-Junior
Mohamed Larbaoui     B-Junior
Matteo Meier                B-Junior
Silio Stemmler              B-Junior
Manuel Wagner            B-Junior
Paul Meier                     Campleiter und B-Juniorentrainer  

Vor den Frühlingsferien trafen wir uns zweimal auf dem Fussballplatz. Wie, wo, was ist wichtig. Worauf ist zu achten. Braucht es die alten Veloreifen, Hüetli, Pylonen, U-Hindernisse, Leitern? Ah ja und Tore? Welche Grösse? Bälle, welche Grösse, welche Menge? Überzieher, um Mannschaften optisch unterscheiden zu können? Das für uns Wichtigste, die teilnehmenden Kids wollen «dä Plausch» haben. Wir vom Trainerteam übrigens auch. Trotzdem sollen und wollen wir ihnen etwas vermitteln. Fussball als Sport ist nicht nur Ball, Töggelischuhe, Dress, etc. Wir benötigen Fitness, Cleverness, Ballbeherrschung, Teamgeist und noch vieles mehr, neben einem gepflegten Platz aus Gras, Linien und Toren mit Netzen. Kann ein G-Junior schon das Gleiche wie ein C-Junior? Sind es die gleichen Übungen? Das Fussball-ABC gilt grundsätzlich für alle. Dies jedoch unterschiedlich, dem Alter und dem Können angepasst. Die sieben Jungs vom Trainer-Staff kennen Fussball von A – Z, von allen Seiten aus eigener Erfahrung. Für sie stellt sich nun einzig die Frage, wie bringe ich das sehr wohl bestens bekannte und vorhandene Wissen und Können rüber. Was für uns sonnenklar ist, können die Kids wissen oder noch nicht. Sie kennen uns nicht und wir sie nicht. Welchen Wissens- und Trainingsstand werden wir antreffen. Für uns alle eine spannende, bevorstehende und vielseitige Aufgabe.  

Am Montagmorgen starteten wir zwei Stunden vor dem Eintreffen der teilnehmenden Kinder mit dem Einrichten vom Fussballplatz und dessen Feldern. So nahe wie möglich vom Clubhaus werden die Kleinsten/Jüngsten trainieren. Die ältesten/Grössten auf der unteren Hälfte von Platz B. die vier Trainierduos schleppten die Materialien für die vorgesehenen Themen auf Ihre Platzhälften. So konnten wir garantieren, dass alles reibungslos starten und durchgeführt werden kann. Hans Loeliger, unser Kassier, übernahm die Kontrolle, ob alle anwesend sind. Daniel Weilenmann, unser Juniorenobmann eröffnete das diesjährige Junioren-Fussballcamp. Ich stellte die Jungs vom Trainerteam vor. Die Kinder wurden auf die vier Gruppen aufgeteilt, von den Trainern übernommen und schon gings los zum gemeinsamen Aufwärmen. Im Anspielkreis befeuerten Marin und Matteo die gesamte Gruppe bis zum lautstarken «GO FOR RUSSIKON». Der eigentliche Trainingsbetrieb auf den vier Platzhälften ging los.  

Jeden Morgen treffen wir uns vom Trainerstaff in der Offsidefalle, bei Kaffee und Gipfeli zum Breefing. Was sind die Erfahrungen von gestern und welche Themen oder Kinder sind speziell zu beachten. Jeden Morgen das gemeinsame Aufwärmen à la Hans-Tanner-Laufschule. Vom Dienstagmorgen an haben alle auf dem Platz eine neue Freundin. Alle lieben sie oder eben auch nicht. Sie heisst Sally. Jeden Morgen nach der Znünipause kam sie wieder auf den Platz… «Bring Sally Up, Bring Sally Down…». Das geht in die Beine, sprich Quadrizeps und in die Arme. Am letzten Tag sollten die drei ältesten Teilnehmer den gesamten Trainerstaff zum «Bring Sally Up, Bring Sally Down» integrieren. Damit auch diese Jungs das mal anstelle von Fussballtennis «geniessen» konnten…  

«Dini Mueter isch eis» was das bedeutet, konnten wir Jungs vom Trainerstaff nicht klären. Es führte zu einigen Lachern, denn es soll ein Schimpfwort sein…  

Am Freitagmittag, zum Abschluss des Camps, mit der Verdankung von Daniel Weilenmann, haben alle Kinder eine FC-Russikon-Tasse gefüllt mit Süssigkeiten als «Bhaltis» mit Nachhause nehmen können. Unter «normalen» Umständen hätten wir mit allen Kindern und Eltern einen gemeinsamen Apero genossen und sicher noch länger geplaudert. Diesmal eben nicht. Für uns ist die wichtigste Frage: «Hat es den Kindern gefallen?» «Hatten sie Freude?» «Wurden sie gefordert und gefördert?» «War es auch lustig?» «Werden sie im nächsten Jahr wieder kommen?» Lassen wir uns überraschen. Wir freuen uns auf die 14. Durchführung vom Fussballcamp des FC Russikon. «GO FOR RUSSIKON»  

«Lost And Not Found» Immer wieder wurden Sachen liegen gelassen. Vieles konnten wir während dem Camp «zurückgeben». Alles was noch vermisst wird, ist in der Tüfiwis an der Garderobe. Es sind Jacken, Hosen, Shirts und Trinkflaschen. Hoffentlich finden die vermissten Gegenstände ihre traurigen Besitzer wieder.