, Hochuli Christoph

C-Junioren - Achterbahn der Gefühle zum Rückrundenstart

Wir haben den Klassenerhalt in der Promotion nach der Hinrunde etwas überzeugender....

Wir haben den Klassenerhalt in der Promotion nach der Hinrunde etwas überzeugender geschafft als vielleicht befürchtet, dies gab uns die Motivation auch die Rückrunde mit vollen Schwung in Angriff zu nehmen.
Wir hatten das grosse Glück -trotz den Corona Massnahmen- praktisch die ganze Winterpause voll durchzutrainieren, da keiner der C-Junioren sein 16. Altersjahr erreicht hatte. Der einzige Wehrmutstropfen war, dass wir keine Hallenturniere bestreiten konnten. Es wäre spannend gewesen zu sehen wie sich die Mannschaft in diesen Turnieren gemausert hätte.
 
Trotzdem waren wir noch vor dem ersten Trainingsspiel Anfang März gefordert, da es dem Team Fehraltorf/Russikon nicht mehr möglich war zwei C-Junioren Mannschaften zu stellen. Viele Rücktritte im Cb veranlasste die Juniorenobmänner in Absprache mit dem Trainerteam, die beiden Mannschaften zu fusionieren. Im Nachhinein gesehen war es definitiv die richtige Entscheidung, da das aktuelle Kader nur gerade 13 Spieler umfasst. Vom früheren Ca Kader verliessen leider auch einige die Mannschaft. Ein Spieler verliess uns Richtung Pfäffikon, welcher spielerisch eine grosse Lücke hinterliess. So starteten wir demnach mit 11 Ca und 2 ehemaligen Cb Spieler in die neue Saison.   
 
Aufgrund dieser doch erschwerten Situation galt es, der Mannschaft eine neue taktische Ausrichtung zu verleihen. Das Kollektiv wurde noch wichtiger: Kein Spieler kann es sich erlauben alles auf eigene Faust zu erledigen, jeder Mitspieler sollte voll ins Spiel integriert sein.
Nach den ersten Spielen hat das Trainerteam gemerkt, dass die Mannschaft den guten Zusammenhalt extrem lebt. Leider scheinen die Jungs dies so wörtlich genommen zu haben, dass bei einer schlechten Mannschaftsleistung das ganze Kollektiv konsequent ungenügend gespielt hat. Bei guten Spielen jedoch scheint der Mannschaftsvirus ansteckender als Corona zu sein, so konnte sich der Trainerstaff bei gewissen Spielzügen nur die Augen reiben.
 
Die ersten 6 von 10 Spielen sind nun gespielt. Die Sonnen und die Schattenseiten wechselten sich munter ab und die Achterbahnfahrt der Gefühle schüttelte uns so richtig durch.
 
Die Trainingsspiele im März waren eher auf der Sonnenseite, wir spielten gegen Effretikon (2:2) und Gossau (1:1) unentschieden. Die Resultat waren nicht so entscheidend, aber die taktische Vorgaben wurden -besonders gegen Effretikon- hervorragend umgesetzt.
 
Dunkle Wolken zogen leider beim ersten Meisterschaftsspiel gegen den FC Tössfeld auf. Der Blitz schlug in der 18. Minute mit voller Wucht ein, als Noel als letzter Mann ein Foul begann. Es kam wie es kommen musste, Rote Karte, Platzverweis, zwei Spiele gesperrt. Der Rest ist einfach erzählt, 0:5 zur Pause, durch eine minimale Steigerung in der zweiten Halbzeit konnte das Resultat in der zweiten Halbzeit einigermassen im Rahmen gehalten werden. Alles in allem aber mehr als eine blamable 2:7 Niederlage gegen den Aufsteiger.
 
Das Gewitter verzog sich leider auch im zweiten Spiel nicht. Der FC Wetzikon war zwar ein wesentlich besserer Gegner als Tössfeld, aber die Leistung unserer ersatzgeschwächten Mannschaft war auch an diesem Tag nicht erwärmend. Trotz der 2:4 (1:2) Niederlage war das Resultat wohl noch das Beste an diesem Samstag.
 
Die Sonne kämpfte bei unserem dritten Spiel immer noch mit dunklen Wolken. Gegen Herrliberg erspielten wir uns Chance um Chance. Das Torschussverhältnis lag gefühlt bei 15:2-Schüssen. Aber wer ihn vorne nicht macht, bekommt das Tor. So war es leider auch in diesem Spiel. Mit der ersten Chance ging Herrliberg 3 Minuten vor der Pause in Führung. Nach der Pause reagierten wir sehr schnell und konnten ausgleichen. Zehn Chancen später und zwei Minuten vor Ende der offiziellen Spielzeit erzielten wir das vermeintliche Siegestor. Der Schiedsrichter wollte aber aus unerklärlichen Gründen nicht abpfeifen und liess 5(!) Minuten ohne erkennbaren Grund nachspielen. Was passiert in solchen Fällen? Wir ahnen es: Mit der zweiten Chance des Spiels erreichte Herrliberg ein 2:2 unentschieden in der Nachspielzeit. Selbst der gegnerische Trainer bezeichnete den Ausgleich als höchst ungerecht!
 
Drei Tage später, nach unserem 8:3 (3:2) Sieg gegen Männedorf lachte die Sonne wieder für uns. Schnörkelloser, einfacher, zielstrebiger Fussball mit einer ausgezeichneten Mannschaftsperformance und dem notwendigen Kampf liessen nie Zweifel aufkommen welche Mannschaft der Chef auf dem Platz war. Wir fegten Männedorf auch dank den 3 Toren unseres vormals Rot gesperrten Innenverteidigers, welcher zum Stürmer umfunktioniert wurde, vom Platz. Insider wissen, dass diese drei Tore einem Mitglied der Trainercrew einiges kostete ;-)
 
Vermeintlich zurück im Geschäft wollten wir uns im nächsten Spiel mit einem Sieg gegen Neftenbach im Mittelfeld der Tabelle positionieren. Die Gelegenheit schien gut, da Neftenbach bis anhin nur das Spiel gegen den Tabellenletzten siegreich gestalten konnte.
Leider liess sich die Mannschaft an diesem Tag von einer kollektiven Lethargie leiten. Ein laues Lüftchen, ohne Sonne, ohne gar nichts. Man of the Match wahr wohl der Linienrichter, welche durch einen unserer Zuschauer gestellt wurde. Es setzte eine 0:2 (0:2) Niederlage ab, gegen einen praktisch inexistenten Gegner. Ein so schwaches Spiel war auch durch Absenzen nicht zu entschuldigen. Symptomatisch setzte nach dem Spiel ein Dauerregen ein, der gefühlt bis zum Spiel gegen Oberwinterthur anhielt.
 
Wie ein Tornado war der Auftritt gegen eben dieses Oberwinterthur. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten in der Chancenauswertung und nur einem 1:1 Pausenresultat, pulverten wir den Gegner vom Felde. Am Schluss durften wir zufrieden einen 9:1 Sieg feiern.
 
In der Hoffnung, diesen Schwung in die letzten vier Spiele mitzunehmen und die Sonne für uns und diesem wettertechnisch schlechten Frühling scheinen zu lassen werden wir trotz unseres extrem schmalen Kaders für den (Promotions-) Liga Erhalt alles geben.
 
Ganz besonderen Dank an die D-Junioren des FC Fehraltorfes, welche sich für Einsätze in unserem Team zur Verfügung gestellt haben. Ebenfalls an die Eltern, die uns selbst nach dem Neftenbach Spiel weiter unterstützt haben.
 
Go for it: Alessio, Nerija, Beni, Bene, Tim, Salvi, Nils, Meron, Rodrigo, Dennis, Robin, Timo, Noel (Reihenfolge Defensiv zu Offensiv).
Ihr bewahrt uns mit Bestimmtheit vor einer weiteren Achterbahnfahrt;-)
 
 
Christoph Hochuli